Herten-Süd Foto: The Top Notch

Published on Mai 30th, 2016 | by RM

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Street Art verschönert den Süden

Herten-Süd wird (noch) bunter. Und vor allem: urban. Mit dem Urban Fine Art Meeting Ruhr (UFAM) kommt ab August ein Projekt ins Kreativ.Quartier, das die Ewaldstraße an einigen Stellen wie Berlin wirken lassen wird.

Es ist eine „Premiere“. Im Zuge des Stadtentwicklungsprojekts Kreativ.Quartiere Ruhr fördert das Land NRW mit dem UFAM erstmals ein Projekt, das einen konkret nachhaltigen und investiven Charakter hat. Bisher waren es temporäre Kunst- und Kulturveranstaltungen, die als mögliche Impulsgeber Unterstützung erhielten. Die Arbeit des UFAM wird hingegen sichtbar bleiben. Im wahrsten Sinne des Wortes. Durch das Vorhaben soll das Stadtbild in den teilnehmenden Kreativ.Quartieren von Herten, Hagen, Hamm, Essen und Dortmund aufgewertet werden. Hausfassaden werden mit jeweils drei Murals, einer Projekt- und einer Mosaikfläche dauerhaft verschönert – passend zu den Kunst- und Kulturvierteln der Städte.

Das UFAM ist ein interdisziplinäres Kunstprojekt, sowohl auf inhaltlicher, als auch auf struktureller Ebene. Die Kuratoren Jan Schoch und Peter Petersen, zwei in der Szene des Ruhrgebiets bekannte Street-Art-Künstler, reagieren mit dem Konzept auf verschiedene Bedarfe der Kulturmetropole Ruhr. Nicht nur die des Städtebaus bzw. des Stadtbilds, sondern auch der Akteure selbst als bildende Künstler, Netzwerker und Konzeptentwickler. So geht es unter anderem um die Unterstützung und Entwicklung der lokalen Urban-Art-Szene und um die Sichtbarkeit der Kreativ.Quartiere Ruhr im öffentlichen Raum.

Anders als in nahezu allen großen Kulturmetropolen der Welt, besitze die Kunstform Urban Art im Ruhrgebiet so gut wie keine Lobby. Nur in lokalen Zusammenhängen fänden Ausstellungen oder Projekte statt. Tatsächlich verliert das Ruhrgebiet durch Abwanderung jährlich kreatives Potenzial aus dieser Szene. „Unserer Überzeugung nach fehlt es vor allem an einem großformatigen Event, welches städteübergreifend Sichtbarkeit für die Künstler dieses Genres schafft und diese wertschätzend über Landes- und Bundesgrenzen hinaus repräsentieren kann. Nur so kann Urban Art im Ruhrgebiet wettbewerbsfähig werden und marktkonforme Strukturen entwickeln“, erklären Schoch und Petersen die Idee hinter dem Projekt.

Die Besonderheit ihres Ansatzes liegt in der provozierten Interaktion zwischen dieser urbanen Straßenkunst und der klassischen bildenden Kunst. In der Überzeugung, dass diese längst nur fragmentarisch voneinander zu separieren seien, wollen die beiden mit diesem Projekt an dem globalen Prozess teilnehmen, innerhalb dessen dieser zeitgenössische
Diskurs entwickelt werden könne.

Los geht es in Herten ab August, Vollzug soll im Oktober gemeldet werden. Aktuell werden dazu noch passende Wände ausfindig gemacht und teilnehmde Künstler und Bürger aus Herten und Umgebung gesucht. Bei den Teilprojekten der Mosaikwand und der Projektfläche soll es nämlich vor allem auch um Beteiligung der lokalen Künstler und unterschiedlichster Menschen aus dem Stadtteil gehen. Die Mosaikwand wird zudem unter kunst- bzw. kulturpädagogischer Anleitung enstehen. Zum Abschluss des Projekts gehören dann auch eine Ausstellung, Finissage und Filmdokumentation.

Wir werden hier im Blog und auf unserer Facebookseite stets über alles auf dem Laufenden halten. Weitere Infos und Bewerbungsmöglichkeiten für interessierte Künstler, Pädagogen und Kulturschaffende unter: www.ufamruhr.de

Foto: The Top Notch


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