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Published on Februar 22nd, 2016 | by RM

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Jugendliche mit ausgefallenen Ideen für Bildung begeistern

Der Waldritter e.V. präsentierte letzte Woche einige Ergebnisse seiner bisherigen Arbeit sowie kommende Projekte. Als Ausstellungsort diente einmal mehr das leerstehende, ehemalige Woolworth-Kaufhaus in der Hertener Innenstadt am Anfang des Kreativ.Quartiers Süd.

Verhandlungen im Weltall führen, nach vergessenen Zwergenschätzen suchen oder einer großen Verschwörung auf die Schliche kommen (ganz ohne Aluhut-Gedanken) – bei den innovativen Veranstaltungskonzepten des deutschlandweit tätigen Bildungsträgers Waldritter e.V. ist das spielerisch möglich. Die Waldritter sind mit ihrer Vertretung in Herten, Veranstaltungen und Konzepten in der Kreativpädagogik einer der elementarsten Bestandteil des Kreativ.Quartiers im Süden der Stadt. Eine umfangreiche Ausstellung im ehemaligen Woolworthgebäude ermöglichte Besuchern am vergangenen Donnerstag einen Blick “hinter die Kulissen” des Vereins und stellte seine ungewöhnliche Bildungsarbeit vor. Im Fokus der Ausstellung standen die Veranstaltungen des Projekts „Bühne frei für Toleranz – Spielend gegen Rechts“, welches vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) gefördert wurde und spielerische Methoden der Rechtsextremismusprävention entwickelt hat. Mit der Ausstellung zog der Verein ein positives Fazit seiner Arbeit und strebt jetzt weitere Bildungsprojekte dieser Art an, auch im Woolworthgebäude.

Die Bilder der Ausstellung zeigten Jugendliche in farbig beleuchteten Räumen mit ausgefallenenen Brillen und Staubschutzmasken, mit großen Kristallen oder mittelalterlichen Kostümen. Eines hatten sie gemeinsam: die Jugendlichen wirkten, als machte ihnen dieses spielerische, praktische Lernen Spaß. „Wir arbeiten viel mit Theaterelementen und Rollenspielen“, erklärte Waldritter Dennis Lange. „Es dauert eine Weile, bis sich die Jugendlichen darauf einlassen, aber wenn sie es dann tun, entstehen oft sehr intensive Szenen.“ Und in den Projekten des Bildungsvereins bleibe es nie beim Spielen selbst. Danach werden die Ereignisse und Verhaltensweisen der Rollen des Spiels reflektiert und auf die Realität übertragen. Denn egal ob Aliens, Orks, Wikinger oder Flüchtende – Vorurteile, Intoleranz und Rassismus hätten ihren Ursprung in menschlichen Denk- und Handlungsweisen. Sie zeigten sich in abgeschwächter Form auch in ausgefallenen Rollenspielen. Dies ist das erklärte Ziel der Waldritter: Jugendliche für verschiedene Erscheinungsformen von Fremdenfeindlichkeit und Extremismus zu sensibilisieren und einen Dialog anzustreben, der nicht auf Phrasen, sondern auf Fakten basiert.

Bildungs LARP Space_presse

Auch nach Ende der Förderperiode des Projekts „Bühne frei für Toleranz – Spielend gegen Rechts“ plant der Waldritter e.V. weitere Projekte zur Rechtsextremismusprävention und weiteren Themen, wie Flucht oder Inklusion. Erste Kontakte für weitere Veranstaltungen seien bereits im direkten Gespräch mit den Besuchern der Ausstellung aus dem regionalen Politik- und Vereinsleben geknüpft worden. Wer die Ausstellung verpasst hat, kann sich online unter www.waldritter.de oder www.drama-games.de über die Angebote und Konzepte der Waldritter informieren oder sich unter (0 23 05) 90 21 410 direkt an die Geschäftsstelle des Waldritter e.V. in Castrop-Rauxel wenden.


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